Medien: ADAC GT Masters 2010 live bei kabel eins
Donnerstag, 18. März 2010 um 20:15

Medien: ADAC GT Masters 2010 live bei kabel eins

von Daniel Geradtz

Erstmalig werden die Läufe zum ADAC GT Masters live im deutschen Fernsehen übertragen.

| Unterföhring (!NS!DE-RAC!NG) - Zum ersten Mal werden die Rennen des ADAC GT Masters in diesem Jahr live im deutschen Fernsehen übertragen. Eine entsprechende Übereinkunft teilten heute der Privatsender kabel eins und der ADAC mit. In einem Rahmen von voraussichtlich 90 Minuten werden alle 14 Läufe in die Wohnzimmer gesendet. Das Moderatorenteam besteht aus Jan Stecker, der bereits das Magazin „Abenteuer Auto“ ebenfalls auf kabel eins präsentiert, und Lina Van de Mars, die die Zuseher vor allem aus diversen Tuningshows kennt. Wer die Rolle des Kommentators einnehmen wird, wurde bislang noch nicht bekannt gegeben.

„Ich denke, dass die Live-Übertragung der Rennen durch kabel eins ein wichtiger Schritt ist, um den GT-Sport in Deutschland noch weiter voranzubringen. Unser Fernsehpartner stellt Emotion und Faszination der Sportwagen in den Mittelpunkt aller Übertragungen: Das entspricht genau auch unserer Philosophie. Die Fans dürfen sich auf eine umfangreiche Berichterstattung einstellen, die frei zu empfangen ist", so ADAC Sportpräsident Hermann Tomczyk.

Die vierte Saison der populären Sportwagenmeisterschaft stellt somit einige Neuheiten bereit. Bislang gab es lediglich ein vom ADAC in Auftrag gegebenes Magazin, in welchem das gesamte Wochenende inklusive aller Begleitserien zusammengefasst wurde.

Der Saisonauftakt findet am 10. April in der Motorsport Arena Oschersleben statt. Anschließend geht nach in fünf weiteren Stationen (Sachsenring, Hockenheimring, Assen, Lausitzring, Nürburgring) wieder in die Madgeburger Börder, um dort den Saisonausklang zu feiern. DG

oche 10|Statt in Australien findet der Saisonauftakt nächste Woche in Bahrain statt - nicht zur Freude der Beteiligten und Fans. !NS!DE-RAC!NG-Redakteur Michael Zeitler erklärt, was der Vorteil ist.  



Kommentar: F1: Saisonauftakt in Bahrain - Der Vorteil


von Michael Zeitler






Statt in Australien findet der Saisonauftakt nächste Woche in Bahrain statt - nicht zur Freude der Beteiligten und Fans. !NS!DE-RAC!NG-Redakteur Michael Zeitler erklärt, was der Vorteil ist.


| Manama (!NS!DE-RAC!NG) - Durch den neuerlichen kräftigen Wintereinbruch fehlt das Feeling, aber in einer Woche ist zumindest für die Formel-1 der Winter beendet: Dann heißt es von der Schnee- in die Sandwüste, denn in Bahrain steigt bei 30 Grad und mehr der Saisonauftakt zur F1-Weltmeisterschaft 2010. Über den Winter gab es viele Themen, deshalb wurde es nicht langweilig, trotzdem freut sich nun jeder in der F1-Szene, dass sich die Räder endlich auch wieder gegeneinander drehen, nicht nur zu Testzwecken. Alle wollen wissen, wer jetzt wirklich wo steht, denn durch die größeren Tanks sind die Testzeiten noch unintepretierbarer, als sie es schon in den Wintern zuvor waren. Jeder will wissen: Ist Ferrari wirklich nicht zu schlagen? Wie schlägt sich Michael Schumacher? Wer ist das beste neue Team? Und so weiter und so fort.


Anders als in den letzten Jahren gewohnt, findet der Auftakt aber nicht mehr im australischen Melbourne statt, sondern in Bahrain. Der Standortwechsel hat Kritiken hervorgerufen. Bahrain biete einfach nicht das richtige Flair für den Saisonauftakt. Ganz anders Melbourne: Die Metropole stimmt die Fans gekonnt auf die Saison ein, die Wüstenumgebung von Manama bringt eine gewisse Leere mit sich. Genauso, wie das Saisonfinale in Abu Dhabi 2009 nicht das Flair hatte, wie Finalläufe im Hexenkessel von Interlagos in Brasilien, wo eine Atmosphäre wie in einem gigantischen Fußballstadion herrschte. Und mal Hand aufs Herz: Irgendwie hatte es was, für den Saisonauftakt in Melbourne um fünf Uhr morgens die Glotze einzuschalten!


Aber Schluss mit der Kritik. Tatsächlich gibt es auch nicht nur für Langschläfer Vorteile des Standortwechsels. Die Strecke in Melbourne weist nämlich eine besondere Charakteristik auf, die das Kräfteverhältnis nicht selten verwaschen hat. Soll heißen: Wer wirklich wie schnell war, das wusste man oft auch nach dem Australien GP nicht. In Bahrain wird das anders sein: Die Temperaturen werden erwartungsgemäß hoch sein, das Kräfteverhältnis damit normal – zumal die Strecke auch eine nach dem Schema ff ist. Nach dem Bahrain GP wird der GP-Zirkus auch wirklich erste Fakten auf der Hand haben, wer wo steht – und das ist vor allem nach einem solchen Winter wichtig. Ein Winter, der ins Wasser fiel, denn die meisten Testergebnisse wurden nicht nur vom großen Tank verwaschen, sondern auch vom Regen.


Melbourne oder Manama – das ist jetzt egal. Hauptsache in sieben Tagen geht es endlich wieder richtig zur Sache!