F1: Väter kaufen Teams für Söhne
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Mittwoch, 02. Juni 2010 um 13:43
Im Serienteil über Michael Herck und Rumänien wurden bereits drei Beispiele genannt, bei denen Väter Rennställe für ihre Söhne kauften. Weitere historische und aktuelle Beispiele.
 

F1: Väter kaufen Teams für Söhne

von Michael Zeitler

Im Serienteil über Michael Herck und Rumänien wurden bereits drei Beispiele genannt, bei denen Väter Rennställe für ihre Sähne kauften. Weitere historische und aktuelle Beispiele.

| Moskau (!NS!DE-RAC!NG) - Einer Ergänzung zu diesem Artikel:

http://www.inside-racing.de/nsde-world/serien-a-reportagen/2531-serie-formel-1-welche-nationen-kommen-als-naechstes-9-rumaenien.html

Jack Brabham etablierte nicht nur das Brabham-Team in den 60er Jahren, sondern er wurde 1994 beim F1-Einstieg von Simtek auch Teilhaber bei Simtek. Dadurch bekam sein Sohn David Brabham ein F1-Cockpit bei Simtek. Mit dem Simtek Ford war aber kein Blumentopf zu gewinnen und die erhofften Verbesserungen blieben aus.

Alfred Moss gründete das BRP-F1-Team für seinen Sohn Stirling Moss. Betrachtet man das Talent des Briten – immerhin ist Moss der Fahrer mit den meisten Vizemeisterschaften – wäre das aber wohl nicht nötig gewesen. Alfred Moss war zuvor selbst Rennfahrer und wurde beim Indy 500 im Jahr 1924 16.

Der schweizer Geschäftsmann Karl Foitek war einer der Investoren hinter Peter Monteverdi, die sich 1989 ins Onyx-F1-Team einkauften. Foitek verschaffte dadurch seinem Sohn Gregor Foitek ein F1-Cockpit. Der Nachteil für Gregor Foitek: Das Onyx-Team war freilich kein Topteam. Meistens ist das auch der Haken daran, wenn Väter für ihre Söhne sich in Rennteams einkaufen. Gesunde, erfolgreiche Rennteams stehen nur selten zum Verkauf, meistens wird man deshalb Teilhaber bei Hinterbänklerteams, mit denen es dann schwierig wird für die Rennfahrer, ihr Talent zu beweisen.

Auch in der IndyCar, der amerikanischen Formel-1, kaufte sich Tony George 2005 das Kelly-Team und nannte es in Vision Racing um. Damit war die Karriere seines Stiefsohnes Ed Carpenter gerettet, die ins Stocken geriet. Bis 2009 fuhr Carpenter für Vision in der IndyCar, danach machte das Team den Laden dicht, weil George, der auch Serienchef der IndyCar war, geschäftliche Probleme hatte. Seitdem steht auch Carpenter wieder auf der Straße. Für 2011 plant George aber sein Comeback mit Vision Racing.

Auch das Super-Nova-Team, das David Sears 1991 gründete, wurde durch den Vater von Taki Inoue und dessen Gelder aus der Taufe gehoben. Damit konnte die Laufbahn des Japaners so richtig Fahrt aufnehmen und schließlich schaffte er es auch bis in die Formel-1.

In der spanischen Formel-3 gibt es 2010 ein libanesisches Team: Cedars. Dahinter steckt Youssef Jammal, der Vater von Noel Jammal, der natürlich für Cedars in der Formel-3 fährt. Im Vorjahr fuhr er noch für das Team des ehemaligen F1-Fahrers Emilio de Villota. 


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