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Montag, 30. Januar 2012 um 17:29 |
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Dass Teams Wissen austauschen - trotz Geheimniskrämerei - ist kein neuer Trend.Â
F1: Teamkooperationen - Ein kaum bekanntes Beispiel
von Michael Zeitler
Dass Teams Wissen austauschen - trotz Geheimniskrämerei - ist kein neuer Trend.
| Maranello (!NS!DE-RAC!NG) - Das Manor-Team unterstützt also das MP-Team in der Auto-GP und zwischen Arden und Caterham gibt es auch eine Zusammenarbeit, wenn auch wohl nur auf Sponsor-Ebene. In der Formel-1 verwendet Caterham den Antriebsstrang (KERS, Getriebe) von Red Bull, McLaren stellt Marussia und Force India technisches Know-How und Man-Power zur Verfügung, HRT verwendet den Mercedes-Windkanal und so geht das weiter. Doch technische Kooperationen zwischen F1-Teams ist keine Seltenheit. Ein eher wenig bekanntes Beispiel kommt aus der Saison 1993. Ein Auszug aus dem „Grand Prix Insider 93“ von Mario Alberto-Bauér (Hockenheim 1993, Samstag):
„Als am Samstagmorgen in Bergers Ferrari der Vierventil-Motor angeworfen wird ist dies ein historischer Moment, den Ferrari tunlichst verschweigt: Die eigentliche, heimliche Sensation der Saison 93 ist perfekt, denn der neue Motor ist im Austausch von Technologie-Wissen mit Honda entstanden, worüber bei Ferrari keiner spricht. Der Brückenschlag zwischen Fernost und Maranello ist den Motoren-Leuten um Claudio Lombardi eher peinlich. Dabei ist das eine alltägliche Situation in den Neunzigern, wo Joint-Venture und Synergie-Effekte die Management-Schlagworte schlechthin sind. Der Gerhard Berger hatte zum Ende seiner McLaren-Zeit die Kontakte geknüpft und dafür gesorgt, dass Hondas umfangreiches Wissen und insbesondere die Erkenntnisse in Sachen Strömungslehre anstatt im Museum bei Ferrari landeten. Im Ausgleich dazu durften die Asiaten am Ferrari-Know-How um die Reduzierung von Reibungsverlusten teilhaben, was für Hondas IndyCar-Pläne von Nutzen sein würde. Doch vorläufig wird der Motor nur testweise eingesetzt.“
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