Die Teams bekommen ab 2012 wieder mehr Einfluss bei der Konstruktion der Chassis. Dallara stellt nur noch die Sicherheitszellen.
| Indianapolis (!NS!DE-RAC!NG) - Aus Kostengründen gibt es seit einigen Jahren ein Einheitschassis in der IndyCar. Dallara stellte die Autos zur Verfügung und Dallara bekommt auch den Zuschlag, ab 2012 die Sicherheitszellen des Autos zu bauen. Damit ist zwar eine grundsätzliche Form des Autos vorgegeben, aber die Teams können die Aerodynamik außen rum selbst konstruieren – oder den Auftrag an Drittfirmen weitergeben, wenn den Teams die Ressourcen dazu fehlen sollten. Die Kosten sollen trotzdem reduziert werden, womöglich um bis zu 50%!
Neben Dallara bewarben sich auch einige anderen Konsortien um den Bau der IndyCar-Chassis ab 2012. Darunter waren Chassis, für die selbst der Begriff Revolution noch untertrieben wäre.
Dass der IndyCar-Chef Rany Bernard einem solchen radikalen Erscheinungswechsel stattgeben würde, davon war nicht auszugehen. Aber er lenkt die IndyCar in gute Bahnen – die Rückkehr zum Modell, dass die Teams wieder selbst am Chassis arbeiten dürfen, ist ein solches Beispiel. Das berühmte Indy 500 gewann letztmals 1994 ein Team, das auch das Auto selbst baute: Penske. Das Team, das noch immer in der IndyCar, der amerikanischen Formel-1 fährt, und in den 70er Jahren auch in der F1-WM fuhr, siegte damals mit Al Unser jr. am Steuer, im Heck schlummerte ein Mercedes-Motor, der bei Ilmor gebaut wurde. MZ