IndyCar: Lotus - Einstieg als IndyCar-Konstrukteur?
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Samstag, 17. Juli 2010 um 10:51

IndyCar: Lotus - Einstieg als IndyCar-Konstrukteur?

von Michael Zeitler

Lotus will sich in der IndyCar engagieren und ein eigenes Aerodynamik-Kid für 2012 entwickeln.

| Indianapolis (!NS!DE-RAC!NG) - Al Unser jr. triumphierte 1994 als letzter Fahrer beim Indy 500 mit einem Rennwagen, der vom eigenen Team konstruiert wurde. Damals baute das ehemalige F1-Team Penske ein Chassis, das von einem Mercedes-Motor angetrieben wurde. Seit Jahren gibt es in der IndyCar-Serie, dem amerikanischen Pendant zur Formel-1, einen Einheitschassishersteller. Das wird sich aber 2012 ändern. Zwar wird Dallara weiterhin die Sicherheitszelle der IndyCar-Renner bauen und damit eine grundlegende Form der Formel-Renner vorgeben, aber die Aerodynamik können die Teams selbst oder durch externe Hersteller entwickeln.

Der Schritt soll dazu dienen, die IndyCar auch international wieder mehr Interesse einzuhauchen. Und das hat Erfolg: Lotus-Teamchef Tony Fernandes hat bereits angekündigt, dass Lotus gerne 2012 eine eigene Aerodynamik für die IndyCar-Rennwagen entwickeln wolle. Bis dahin soll das F1-Team von Lotus so gefestigt sein, dass auch ein Engagement in der IndyCar möglich sein soll. Dass Lotus Interesse an der so genannten amerikanischen Formel-1 hat, ist nicht neu: 2010 fährt der ehemalige F1-Pilot Takuma Sato für das KV-Team von Cosworth-Teilhaber Kevin Kalkhoven und Ex-IndyCar-Champion Jimmy Vasser, einen IndyCar-Dallara in Lotus-Farben. Die Saison wird dem Japaner also durch Lotus finanziert.

Fernandes zeigt damit einmal mehr, dass er sich wirklich ans alte Lotus-Team von Colin Chapman anlehnen will. Chapman brachte Lotus gerne zum Indy 500 und in die IndyCar allgemein. Von 1963 bis 1969 erreichten Lotus-Chassis insgesamt neun Siege in der IndyCar, herausgefahren durch AJ Foyt und Parnelli Jones (je drei), Jim Clark (zwei) und Ruby Lloyd (einer). MZ