Der Spanier Victor Garcia könnte 2012 in der IndyCar fahren. Mit Europa hat er abgeschlossen.
| Las Vegas (!NS!DE-RAC!NG) - Er lässt kein gutes Haar an der europäischen Rennszene. Victor Garcia. Der 21-jährige Spanier fuhr noch 2010 für KMP in der Formel-World-Series-by-Renault. 2011 war er für das Moore-Team in der Indy-Lights unterwegs. Garcia erklärt gegenüber !NS!DE-RAC!NG: „Seit ich mit dem Kart angefangen habe, habe ich immer daran gedacht, professioneller Rennfahrer zu werden. In Europa ist das aber ein verrückter Kampf von reichen Leuten geworden, die versuchen, einen Platz zu bekommen. Es kostet um die 15 Millionen US-Dollar und ich habe nicht die Unterstützung eines ganzen Landes oder einen großen Sponsor, der das abdecken könnte.“ Damit spricht Garcia, der 2009 für DPR auch einen GP2-Wagen testete, Fahrer wie Pastor Maldonado oder Sergio Perez an, hinter denen eine ganze Nation steht.

Victor Garcia fuhr 2011 in der Indy-Lights für das Team Moore (Quelle: Victor Garcia)
Inzwischen hat sich Garcia sogar mit der amerikanischen Rennkultur angefreundet: „Amerika hat einen großartigen Rennsport mit einer anderen Philosophie. Sie glauben, dass das wichtigste ist, die Zuschauer zu unterhalten. Und die sind echt speziell, denn die wollen Action im Rennen sehen, etwa mit 400 km/h auf dem Indianapolis Motor Speedway zu fahren – da sind 400.000 Zuschauer nur an einem Tag!“ Das Fazit seiner ersten Indy-Lights-Saison? Garcia unverblümt: „Ich bin sehr glücklich mit meiner Performance in der ersten Hälfte der Saison. Ich war wirklich unglücklich, als mir mitgeteilt wurde, dass ich aufhören müsste, denn ich war Dritter in der Meisterschaft, hab ein Rennen gewonnen und bin in Indianapolis Dritter geworden.“
2012 könnte der nächste Schritt folgen, eine Saison in der IndyCar. Gibt es Chancen, 2012 in die IndyCar aufzusteigen? „Wir arbeiten derzeit hart, denn nach 15 Jahren in meinem Leben, in dem ich alles auf den Sport ausgerichtet habe, ist es einfach ein unglaubliches Gefühl, dass man hat, wenn ich gesagt bekomme, dass ich fahren kann, wovon ich schon seit der Geburt an träume. Deswegen arbeite ich hart daran, nächstes Jahr Sponsorengelder zu finden. Etwas Gutes könnte bald geschehen“, erzählt Garcia. Der Traum begann für Garcia, dessen Vater und Mutter schon zu Zeiten von Carlos Sainz Rallye gefahren sind, mit fünf Jahren. Garcia erinnert sich: „Seit ich fünf bin habe ich Kartrennen wirklich gemocht, aber mein Vater wollte mich nicht fahren lassen, weil ich noch zu klein war. Ich habe immer wieder beteuert, dass ich ein Go-Kart ausprobieren möchte und als mein älterer Bruder zum Testen gefahren ist, habe ich es schließlich probiert. Mir hat das wirklich gefallen und ich war auch wirklich schnell für mein erstes Mal und so haben sie entschieden, mir ein Kart zu geben.“ 2012 könnte aus einem Kart ein IndyCar werden. MZ