Keine Rennunfallversicherung, keine Preisgelder - Chris van der Drift sitzt auf seinen Behandlungskosten. Nun soll ein Kartevent helfen. Â
| Milton Keynes (!NS!DE-RAC!NG) - Als beim vergangenem Formel-Superleague-Rennen in Brands Hatch Chris van der Drift auf Julien Jousse auffuhr, in die Luft katapultiert wurde, gegen einen Brückenpfeiler flog und sein Panoz des GU-Teams plötzlich in Flammen aufging, musste mit dem Schlimmsten gerechnet werden. Stattdessen wollte der Neuseeländer unmittelbar nach dem Unfall eigenmächtig aussteigen, wurde aber zurückgehalten. Neben einen Schock zog sich Van der Drift einen gebrochenen Knöchel, Verletzungen an der Schulter und an der Hand zu. Der 24-Jährige wird bei GU bei den nächsten Rennen wohl durch den ehemaligen IndyCar-Pilot Mario Dominguez ersetzt werden. Der Mexikaner hat mit den Panoz-Chassis noch aus der IndyCar Erfahrung.
Van der Drift hat Unglück im Glück. Glück, weil er den Horrorcrash überhaupt überlebte, Glück aber auch, weil die Verletzungen relativ leicht sind. Unglück nicht etwas deshalb, weil er die nächsten Rennen aussetzen muss, denn zwar liegt er auf Rang vier in der Gesamtwertung, die Titelchancen sind jedoch stark begrenzt. Unglück deshalb, weil Van der Drift ganz offenbar auf das falsche Management gesetzt hat. Das Team um Ruth Gandorfer hat es nämlich versäumt, für Van der Drift eine Rennunfall-Versicherung abzuschließen. Das bedeutet, dass Van der Drift die Kosten seiner Behandlung selbst tragen muss. Das Problem: Weil sein Management darüber hinaus auch sämtliche Preisgelder eingestrichen hat, kann sich Van der Drift das nicht leisten.
Freunde des ehemaligen Meisters der internationalen Formel-Master veranstalten im September deshalb ein Kartrennen in Milton Keynes. Der Erlös soll Van der Drift zugute kommen. F1-WM-Leader Mark Webber hat sein Kommen bereits zugesagt, es wird mit weiteren Stars der Motorsportszene gerechnet. MZ