SF: Wie geht es weiter?
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Mittwoch, 28. Dezember 2011 um 15:10

SF: Wie geht es weiter?

von Michael Zeitler

Die Formel-Superleague ist derzeit alles andere als gesund.

| Donington (!NS!DE-RAC!NG) - Um die Formel-Superleague steht es alles andere als gut. Die Panoz-Rennwagen mit den starken Motoren sind zwar äußerst kraftvoll und attraktiv, doch die Serie floppte 2011: Nur zwei Rennwochenenden wurden abgehalten, die restlichen Rennen wurden gestrichen. Immer wurde die Verantwortung für die Streichung der Rennen auf die Streckenorganisatoren geschoben, doch der Keim des Problems ist damit nicht erwischt. Stattdessen sollten sich die Serienorganisatoren fragen: Braucht es die Serie wirklich? Zumindest mit diesem Format? Die Idee, Fußball und Motorsport damit zu verbinden, war von vorneherein zum Scheitern verurteilt: Zwar zeigten die Fußballclubs anfangs Interesse, doch das schwand zusehends. Sie stellten sich die Frage: Was bringt ein Engagement in der Formel-Superleague? Inzwischen wurde das Format geändert. Schon 2011 gab es mehr Nationen als Fußballclubs. Eine Nationenmeisterschaft kann Erfolg haben, das hat die A1GP-Serie gezeigt, die nur wegen Misswirtschaft an der Organisatorenspitze dicht machen musste. Damals engagierten sich Ex-F1-Weltmeister wie Emerson Fittipaldi oder Alan Jones für das Team ihrer Länder. Um dahin zu kommen, müsste die Formel-Superleague aber ihr Konzept stärker ändern, wohl auch den Namen. Der Zuspruch schwindet: Das Team von Emilio de Villota jr. plant derzeit nicht, an der Serie teilzunehmen, dann gäbe es nur noch die Teams Alan Docking, Atech Reid und Azerti – vorausgesetzt, alle diese Teams bleiben an Bord. Noch vor wenigen Jahren stieß die Meisterschaft bei Teams auf Interesse, selbst Rennställe wie Ascari (Boss-GP-Serie) oder Minardi zeigten Interesse. Auch Fahrer wie Ex-F1-Pilot Robert Doornbos haben angekündigt, sich für 2012 nach anderen Rennserien umzusehen. Inmitten dieser Krise versucht die Formel-Superleague scheinbar positive Nachrichten zu erzeugen, kündigte Beispielsweise den Bau eines neuen Rennwagens an, der von Lola gebaut werden könnte. Das Geld sollte die Organisation aber wohl besser in die Zukunft der Serie stecken, in ein neues Format. Der zehnmalige GP-Sieger Gerhard Berger wurde jüngst leitender Kommissar für den Formel-Sport. Er soll die ganzen Wildwuchs-Formel-Serien ordnen, eine Struktur reinbringen und unnötige Serien aussortieren. Die Formel-Superleague so wie sie 2011 hat jedenfalls nicht die besten Argumente für den Fortbestand… MZ


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