F3: Nasser Start zum Finale in Macao
Freitag, 18. November 2011 um 07:36

F3: Nasser Start zum Finale in Macao

von Florian Hafner

Das inoffizielle Finale der Formel 3 steht an diesem Wochenende in Macao an. 

| Macao (!NS!DE-RAC!NG) - An diesem Wochenende ist es wieder soweit. Zum 58. Mal wird der legendäre Grand Prix in Macao ausgetragen. Formel 3 Piloten aus der ganzen Welt reisen in die ehemalige portugiesische Kolonie nahe Hong Kong. Dort findet wie jedes Jahr das inoffizielle Finale der Formel 3 statt.

Gefahren wird auf dem höchst anspruchsvollen Guia Circuit. Die gut 6,2 Kilometer lange Strecke liegt im süd-östlichen Teil der Halbinsel von Macao und verlangt von Fahrer und Maschine alles ab. Enge und winkelige Passagen als auch lange Geraden und Hochgeschwindigkeitsabschnitte führen dazu, dass die Top-Speeds der Formel 3 hier bei jenseits der 250 km/h liegen. Bodenwellen sorgen für zusätzliche Würze und eine Runde benötigt über zwei Minuten. Der DTM-Pilot Edoardo Mortara hält den Rundenrekord für Formel 3 Fahrzeuge. Er liegt bei 2:10,732 Minuten. Dazu konnte der Italiener im letzten Jahr Geschichte schreiben, in dem er der erste Pilot wurde, der den Macao Grand Prix zwei Mal gewinnen konnte.

Das Starterfeld bei diesem prestigeträchtigen Event ist wie immer groß und hat annähernd 30 Fahrer. Blickt man in die Geschichtsbücher, so stellt man fest, dass fast alle aktuellen Formel 1 Piloten einmal in Macao angetreten sind. Der erfolgreichste unter ihnen war Michael Schumacher, der das Rennen 1990 gewinnen konnte. Jarno Trulli, Heikki Kovalainen und Jenson Button beendete das Rennen jeweils auf dem zweiten Platz.

Zum Auftakt gestern Morgen in Macao erwartete die Piloten eine regenasse Strecke. Dementsprechend vorsichtig gingen die Formel 3 Fahrer zu Werke. Nichtsdestotrotz wurde die erste rote Flagge bereits nach 18 Minuten geschwenkt. Weitere sechs Minuten später wurde das Training erneut unterbrochen, da Felix Rosenqvist (Mücke) in die Leitplanken fuhr, als er stehenden Wagen in der Melco Haarnadelkurve ausweichen wollte.

In den letzten Minuten des ersten Trainings ließ der Regen dann langsam nach und die Strecke wurde schneller. Marco Wittmann (Signature) konnte sich so die Bestzeit mit 2:31,984 Minuten sichern und war gut 1,8 Sekunden schneller als Daniel Juncadella (Prema). Yuhi Sekiguchi, der spontan für Michael Ho eingesprungen ist, da dieser wegen einer Verletzung nicht antreten kann, komplettierte die Top-Drei. Formel 3 Euro Series Meister Roberto Merhi klassifizierte sich auf Platz vier. Merhi ist ebenfalls Meister der neuen FIA Formula 3 International Trophy, wo dieses Rennen hier in Macao ebenfalls dazu zählt.

Der Finne Valtteri Bottas testete diese Woche für Williams in Abu Dhabi während den Testfahrten für die Nachwuchspiloten. Da er einen Flug knapp verpasst hat und auch seine Fähre nicht pünktlich war, verpasste der letztjährige Dritte das Training. Zum ersten Qualifying, was am heutigen Nachmittag stattfand, war er dann vor Ort und konnte teilnehmen, landete allerdings nur auf dem 27. Platz.

Die provisorische Pole-Position geht an Roberto Merhi. Der Spanier sicherte sich in einer erneut nassen Session die schnellste Zeit. Über 1,6 Sekunden war der Prema-Pilot schneller als der Zweitplatzierte Marco Wittmann für Signature. Doch kurz nach seiner fantastischen Zeit unter diesen schwierigen Bedingungen krachte er mit seinem Boliden in das Heck von Felix Rosenqvist. Somit waren beide Dallaras beschädigt und konnten das Zeittraining nicht fortsetzen.

Aber auch Marco Wittmann beschädigte sich die Front seines Wagens.

Hinter den beiden Euro Series Piloten klassifizierte sich Felipe Nasr für Carlin auf dem dritten Platz vor Daniel Juncadella, der bereits über zwei Sekunden Rückstand hat.

Doch kurz nach der ersten Runde des Qualifyings gab es einen Strafenhagel, genau wie im letzen Jahr. Insgesamt wurde sieben Fahrer nachträglich bestraft, unter anderem der provisorische Pole-Sitter Roberto Meri. Grund für die meisten Strafen ist das Überqueren der Linie am Boxengassenausgang. Neben Merhi werden auch Carlos Munoz, Laurens Vanthoor, Carlos Sainz jr., Marco Asmer und Felix Rosenqvist um jeweils drei Plätze nach hinten versetzt. Allerdings muss Rosenqvist von ganz hinten starten, da er unter Gelb überholt hat. Kevin Magnussen wird vor Rosenqvist starten müssen, da der Däne die gelben Flaggen im Training ignoriert hat.

Hironobu Yasuda fuhr gleich zwei Mal über die Linie und wird folglich sechs Plätze nach hinten versetzt. Und auch für den schnellen Merhi kam es immer schlimmer. Neben der Strafe für das überfahren der Linie am Boxengassenausgang bekam der Spanier eine weitere Strafe für die Kollision mit Felix Rosenqvist. Diesmal wird er um sieben Plätze nach hinten verstetzt. FH 


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