F1: Die jüngsten Todesfälle
Geschrieben von: Michael Zeitler   
Gleich drei Todesfälle in kurzer Zeit. Die Nachrufe.   

F1: Die jüngsten Todesfälle

von Michael Zeitler

Gleich drei Todesfälle in kurzer Zeit. Die Nachrufe.

| Interlagos (!NS!DE-RAC!NG) - Es ist wieder Zeit für Nachrufe. Sergio Scaglietti, Charly Moody und Jim Rathmann verstarben in den vergangenen Tagen. Scaglietti wurde stolze 91 Jahre alt und war einer der Hintermänner der ersten F1-Ferraris. Vor allem zeigte sich Scaglietti auch für Straßen-Versionen von Ferrari verantwortlich, später mit einem eigenen Konstruktionsbüro.

So treu war Moody seinen Teams nicht. 1977 kam der Brite, der noch keine 60 Jahre alt war, beim Wolf-Team als Mechaniker in die Formel-1. Als das Team von Fittipaldi gekauft wurde, arbeitete Moody beim brasilianischen Rennstall an der Seite von Keke Rosberg, den er auch zu Williams folgte. 1985 wechselt er zu Benetton und leitete dort das Testteam, bevor er 1989 zu Leyton House wechselte und 1990 Teammanager wurde. Gleiche Position hatte er auch ab 1993 bei Simtek inne. Mit dem Team verschwand vorerst auch Moody aus der Formel-1, sein Comeback gab er mit der Leitung des BMW-Testteams 1999, für die Rückkehr von BMW in die Formel-1. Die alten Kontakte zu Williams waren hierfür hilfreich. Anschließend ging Moody in die Motorrad-WM, war dort zuletzt bei Suzuki angestellt. Der japanische Hersteller zog vor wenigen Tagen den Stecker aus dem Moto-GP-Programm.

Gestern verstarb außerdem Jim Rathmann, nachdem er vor einer Woche einen Anfall erlitten hat. Der US-Amerikaner war in erster Linie IndyCar-Fahrer, doch er gewann 1960 das Indy-500 – das letzte, das zur F1-Fahrermeisterschaft gezählt wurde. In den Statistiken taucht Rathmann deshalb auf, nicht so im Starterfeld beim USA GP 1959, ausgeschrieben für F1-Fahrzeuge. Eigentlich sollte er darin einen Tec-Mec Maserati fahren, doch er konnte sich nicht für das Rennen qualifizieren. Nach seiner Karriere baute Rathmann Go-Karts.