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| Sydney (!NS!DE-RAC!NG) - Einer der faszinierenden Sportsmänner hat abgelebt: Frank Gardner. Der Australier war ein Allround-Talent auch über die Grenzen des Motorsports hinaus: In seiner Jugend beeindruckte er nicht nur die Nachwuchs-Couches aus dem Motorsport, sondern offenbarte auch Talent fürs Boxen, Surfen, Schwimmen und fürs Motocross-Fahren. 1956 wurde er nach einigen Sportwagen-Rennen mit Jaguar zum Rundstrecken-Rennfan. Seine ersten Sporen verdiente er sich allerdings als Mechaniker, zuerst bei Aston Martin, dann bei Brabham. Jack Brabham bot ihm für 1963 ein Stammcockpit in der Formel-Junior, das Gardner aber ablehnte, weil Ian Walker ihm neben Formel-Junior-Rennen auch die Möglichkeit gab, Sportwagenrennen zu fahren. Von da an ging es recht schnell: 1964 fuhr er quasi alles, was 4 Räder hatte und sich irgendwie bewegte: Formel-2, Tourenwagen, Sportwagen – und eben auch Formel-1. In einem Brabham Ford von John Willment Automobiles gab er beim Großbritannien GP seinen Einstand in der WM. 1965 fuhr das Team mit Gardner und einem Brabham BRM eine volle Saison. Die größten Erfolge beschränkten sich allerdings auf Rennen, die keinen WM-Status hatten. So überquerte Gardner den Mittelmeer GP im italienischen Enna als starker Dritter. Damit war seine F1-Karriere aber auch schon zu Ende, sieht man von einer Meldung beim Italien GP 1968 ab, als er den BRM für das Bernard White Racing Team allerdings nicht qualifizieren konnte. Mit dem Ende der F1-Karriere war für Gardner aber noch lange nicht das Ende seiner Motorsport-Karriere erreicht: 1967 wurde er Vizemeister in der Formel-2, er wurde 3 Mal britischer Tourenwagenmeister, gewann 1971 die britische Formel-5000, war in Australien einer der besten Sportwagenfahrer und fuhr auch ansonsten noch einige großartige Rennen. Frank Gardner war eben ein Allround-Talent. Das bewies er auch auf der anderen Seite der Boxenmauer: Zusammen mit BMW führte er eines der erfolgreichsten Teams im australischen Tourenwagensport, gekrönt mit 2 Meistertitel 1985 und 1987 mit Jim Richards. Auch der Formel-1 blieb er treu: Regelmäßig pilotierte er beim Heim-GP in Adelaide und Melbourne das Medical-Car. Heute Samstag, 29. August 2009, verstarb Gardner im Alter von 78 Jahren.
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Frank Gardner
* 1. Oktober 1930
† 29. August 2009
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