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|Â Miami (!NS!DE-RAC!NG) - Traurig aber wahr: Erst gestern habe ich Roy Winkelmann und dessen Rennstall, der in der Formel-1 auf drei WM-Rennen kommt, etwas genauer unter die Lupe genommen, heute erschien der Artikel auf !NS!DE-RAC!NG. Nun wird sein Ableben vermeldet. Seine Errungenschaften wurden in dem Artikel von heute dargestellt:
Auch in der Vergangenheit gab es einige interessante und erfolgreiche Teamchefs und Teambesitzer in den Nachwuchsserien. Einer von ihnen war Roy Winkelmann, dessen Team in den 60er Jahren elf Rennen der F2-Europameisterschaft gewann, der heutigen GP2. Damit ist Winkelmann das erfolgreichste Team der damaligen Zeit. Roy Winkelmann setzte die Autos nur mit seinem Namen und Geld ein, geleitet hat das inoffizielle Brabham-Werksteam Alan Rees, der spätere Teamchef von March. Winkelmann war Geschäftsmann, aus dem Buch „Die Story der deutschen Formel-1“ von Heinz Prüller: „In den USA arbeitete Roy anfangs für den CIA und war als Agent zur Bekämpfung des Rauschgiftschmuggels eingesetzt. Sein großes Geld machte er sodann in England mit einem Geldtransport, den er für 25 Millionen Schilling wieder verkaufte, und einigen Bowling-Clubs. Als er genug Geld hatte, kam die Rennerei als einträgliches Hobby hinzu. Später studierte Winkelmann an der Universität von San Jose Kriminologie. „Er will wieder zurück in den amerikanischen Geheimdienst“, vermutete Jochen Rindt damals – und behielt Recht. Winkelmann befasste sich mit Abhörhilfen, echten technischen Mirakeln. Als ich ihn das letzte Mal sah, trug er am Finger einen Ring mit eingebautem Sender, der 16 Kilometer weit ausstrahlte. James Bond wäre vor Neid blass geworden. Roy Winkelmann wälzt derzeit hochfliegende Pläne für ein IndyCar-Team. Rat holt er sich bei Arrows – Auch Pete Weitzmann in Los Angeles, der Getriebespezialist, ist deutscher Abstammung. Er fabriziert für Brabham-BMW das neue, transversale Getriebe und ist heute mit Gordon Murray immer noch „in business“.“ Das IndyCar-Projekt von Winkelmann sollte den Namen Lotus in die Formel-1 zurückbringen, das war 1985.
Sein Rennteam wurde 1962 aus der Taufe gehoben und setzte bei den Sportwagen zunächst eine Chevrolet Corvette für Danny Collins ein. Alan Rees fuhr dann selbst einen Lola und einen Lotus in der Formel-Junior, dann erfolgte 1964 der Einstieg in die Formel-2 mit Brabham. Bei den deutschen Grand Prix auf dem Nürburgring waren die F2-Renner wegen der langen Strecke erlaubt, also gastierte das Winkelmann-Team auch in der Formel-1 bei drei WM-Rennen. 1974 und 1975 setzte Roy Winkelmann die Jorgensen-Eagle-Chassis in der Formel-5000 ein.
Auch Winkelmanns Bruder Robert Winkelmann setzte in den USA und in Kanada übrigens Rennautos ein.
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Roy Winkelmann
†17. Juli 2011
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