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| Woking (!NS!DE RAC!NG) - Ironie des Schicksals: Wenige Wochen nachdem Ron Dennis das Amt des McLaren-Teamchefs an Martin Whitmarsh übergab, verstarb Dennis’ Vorgänger Teddy Mayer! Der US-Amerikaner (geboren 1935 in Pennsylvania) verstarb vor 2 Tagen, am 30. Januar 2009, im Alter von 73 Jahren. Durch Ken Tyrrell und Roger Penske kreuzten sich zu Beginn der 60er Jahre die Wege von Bruce McLaren und Timmy Mayer, Bruder von Teddy. McLaren wollte 1964 ein eigenes Rennteam auf die Beine stellen und konnte sich dafür auch die Dienste von Timmy Mayer sichern, der für McLaren auch Rennenfahren sollte und bis dato schon einen Grand Prix auf dem Buckel hatte: 1962 fuhr er für Cooper beim USA GP. Timmy wurde von seinem Bruder Teddy Mayer gemanagt und so nahmen die Beziehungen Teddy Mayer/Bruce McLaren ihren Lauf.
Zusammen mit Patty McLaren und Eoin Young bauten die beiden ein privates Rennteam auf, das 1964 zunächst in der Tasman-Serie an den Start ging. 4 Mechaniker stark war das Team von Anfang an: Timmy Mayer brachte seinen amerikanischen Mechaniker Tyler Alexander mit, der mit Teddy Mayer gemeinsam auch als Teilhaber einstiegen. Zudem kamen noch Wally Willmott, Lenny Gilbert und Colin Beanland. Obwohl Timmy bei einem Tasman-Rennen ums Leben kam, blieb Teddy Mayer dem Team treu. Mit McLaren und Alexander etablierte man das Team für größere Aufgaben: 1966 kam der Einstieg in die Formel-1. Bis heute ist das McLaren-Team in der Formel-1 involviert und ist in der Statistik hinter der Scuderia Ferrari bereits das zweiterfolgreichste Team im GP-Sport. Als Bruce McLaren 1970 bei einem CanAm-Rennen getötet wurde, übernahm Teddy Mayer alleine die Leitung des Rennstalls. Stolze 85% des Teams gehörten Mayer und er machte aus dem Garagenteam einen Weltmeistergarant: Mit Emerson Fittipaldi und James Hunt gehen 2 Titel auf das Konto von Mayer. Nebenher führte Mayer auch das von Bruce McLaren begonnene CanAm-Projekt weiter. Mayer war US-Amerikaner und so juckte Mayer auch der Einstieg in die IndyCar-Serie, quasi die amerikanische F1-Serie. Prompt wurde McLaren auch in der IndyCar zum absoluten Topgaranten: Mit Mark Donohue und Johnny Rutherford gewann McLaren 3 Mal das berühmte Indy 500. Auf Drängen von Tabakkonzern Philip Morris (Marlboro) fusionierte das McLaren-Team 1980 mit dem F2-Team von Ron Dennis, Project Four. Teddy Mayer hielt zunächst weiterhin 45% des McLaren-Teams, 5% Taylor Alexander. Die restlichen 50% hielten die Besitzer von Project Four, also Dennis, John Barnard und Creighton Brown. Mayer und Dennis führten das Team zunächst gemeinsam, aber bald wurde klar, dass die beiden nicht gemeinsam miteinander konnten. Dennis hatte aber Sponsor Marlboro hinter sich und so übernahm Dennis 1982 die alleinige Leitung des McLaren-Teams.
Mayer verabschiedete sich zunächst aus der Formel-1 und leitete das IndyCar-Team Texaco. Doch Mayer drängte wieder in die Formel-1. Mayer tat sich mit Carl Haas zusammen, der Lola-Renner nach Amerika importierte. Mit Lola als Chassishersteller und Beatrice als Großsponsor zogen Haas und Mayer gleich 2 Teams hoch: Eines in der IndyCar-Serie und eines in der Formel-1. Das F1-Team konnte nur 1985 und 1986 über Wasser gehalten werden. Als beste Platzierung konnte ein 4. Platz beim Österreich GP 1986 durch Ex-F1-Weltmeister Alan Jones verbucht werden. Nachdem sich Beatrice aber Ende 1986 zurückzog, mussten Haas und Mayer das F1-Projekt beenden. Das IndyCar-Team blieb bis heute erhalten und ist derzeit als Newman Haas Langian mit Graham Rahal unterwegs. Mayer trennte sich von Haas und wechselte zu Penske. Bald wurde er Vizepräsident des Unternehmens, das in den 70er Jahren bereits in der Formel-1 engagiert war. Bis 2007 war Teddy Mayer Vizepräsident bei Penske, dann zog er sich zurück und war lediglich Berater – gedrängt von seiner Krankheit. Am 30. Januar 2009 nun, erlag er dieser Krankheit und hinterlässt 2 Kinder, Tim und Anne. Tim Mayer, benannt nach Timmy Mayer, ist ebenfalls im Motorsport als Funktionär involviert. Die Ehe zwischen Teddy Meyer und seiner Frau Sarah wurde 1993 geschieden.
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Edward Everett Mayer
* 8. September 1935
† 30. Januar 2009
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