Eine Reise in den Süden - My Formula One Alive Story
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Donnerstag, 29. Juli 2010 um 23:31

Eine Reise in den Süden - My Formula One Alive Story

von Aileen Balser

Eine Reporterin mischt sich unter die Fans. Mein erster Teil meiner "Mission" beim F1 Grand Prix am Hockenheimring. 4 Tage habe ich es gewagt zu campen, am Pitwalk teilzunehmen und alles zu tun was andere Fans so treiben... .

Aileen Balser im Selbstversuch

| Hockenheim (!NS!DE-RAC!NG) - Ich Aileen Balser habe mir zur Aufgabe gemacht für !R das volle Fanprogramm zu erleben. In Folge lest ihr das Protokoll meiner Ereignisse und Erlebnisse vom Formel 1 Wochenende in Hockenheim.

Donnerstag: Noch schnell das Auto mit den letzten fehlenden Utensilien gepackt und dann konnte es mit knapp 2 Stunden Verspätung auch vom Ruhrpott aus in Richtung Hockenheim losgehen. Ohne Navi, einfach immer Richtung Süden! Ich hatte mir nur das wichtigste aufgeschrieben: Von der A3 auf die A67 und dann auf die B35. Ohne sich zu verfahren, kam ich auch nach fast dreistündiger Auto fahrt mit einer kurzen Rast auch endlich in Hockenheim an. Meine Aufregung stieg. Rucksack auf, Kamera nicht vergessen und ab zum Eingang H Süd und damit zum legendären Pitwalk. Der Eingang war nicht zu übersehen, bereits um die 30-40 Leute hielten sich davor auf. Und auch ich stellte mich dazu und wartete … und wartete. So langsam wurde es nass und kalt und alle zückten ihre Regenschirme aus der Tasche. Punkt 16 Uhr wurden dann auch die ersten Tore geöffnet, Karten schnell aus der Tasche gezogen, dem netten Herrn gezeigt und ab die Treppen hoch und anschließend die Tribüne wieder runter gerannt. Stopp! Das nächste Tor! Wieder warten, eine weitere Stunde im Regen. Zwischendurch liefen ein paar Rennfahrer auf der Strecke vorbei, die aus der GP2 oder Formel BMW… wer weiß das schon! Oder auch nette Mechaniker, die sich joggend über die Ziellinie „quälten“ ! Okay, kurz vor 17 Uhr, mehrere Security versammelten sich vor dem letzten Tor und öffneten es anschließend! Die Masse stürmte auf die Strecke, in die Boxengasse um ja auch ganz vorn zu sein. Ich lief ganz entspannt ohne Hektik und irgendwie genoss ich diesen Moment!

Ich treffe Sebastian Vettel

Mit Vettel auf Du und Du

Alle tummelten sich vor der Red Bull Racing Garage…warum auch immer?!  Ich auch! Auf einmal etwas Unruhe…im hinteren Teil der Garage hielte sich jawohl Sebastian Vettel auf. „Seppl“ hieß es von links und rechts. Wie es sich gehört trat er auch irgendwann hervor und „tadaa“ stand er da so in Lebensgröße vor mir, jetzt würden einige Mädchen in Ohnmacht fallen, er hatte einen 3-Tage Bart!! Er kam zu uns und gab fleißig Autogramme und ich schnappte ihn mir um mich mit ihm fotografieren zu lassen, er wollte nämlich gerade wieder in die andere Richtung laufen. Da hat sich das warten doch gelohnt! Während er sich weiter um seine Fans kümmerte, lief ich weiter durch die Boxengasse…leider keine weiteren Ereignisse! Ein kurzer Auftritt von Adrian Sutil, mehr aber auch nicht. Also weiter…am Ende der Boxenausfahrt ab in die nächste Schlange, ich wollte auch über die Strecke fahren, zwar nicht selbst aber immerhin in einem Reisebus und vielleicht auch mit einem „VIP“ als Reiseführer. Wieder war ich aufgeregt. Unter anderen stellte sich Nick Heidfeld als Reiseführer bereit, und soviel Glück wie ich ja hab, kam ich in einen Bus ohne tollen Reiseführer. Also ging es los ohne interessante Storys über den Circuit. Trotzdem war es sehr cool mal über die Strecke zu fahren, ich kann wenigstens sagen: „Ich bin über den Hockenheimring gekurvt…auch wenn nur mit maximal 30 km/h in einem Bus!“ Nach diesen tollen Eindrücken vom Tag ging es zurück zum Van und auf die Suche nach einem Schlafplatz.

Nachtlager einer !R Reporterin

Freitag: Die Nacht habe ich auf dem Rasthof in Lorsch verbracht. Nach meinem Frühstück und einen Blick in die Bild Zeitung ging es zurück zum Hockenheimring. Das erste Training schon verpasst, weil ich die Uhrzeit verwechselte. Egal, nicht so schlimm, gab ja noch ein zweites. Dort angekommen nahm ich meinen Platz auf der Nordkurve ein, für die ich für meine Verhältnisse sehr sehr viel Geld bezahlt hatte. Gegenüber der Boxengasse von Virgin Racing und einen guten Blick auf die Zielgerade und der ersten Kurve. Bevor das zweite Training anfing, schaute ich mir ein anderes Training an, das der GP2, schon da stöpselte ich mir die Ohrstöpsel in die Ohren. Gegen 14 Uhr war es dann soweit, es wurde lauter, die Motoren liefen heiß und was für ein mega Sound mir da um die Ohren sauste! Die ersten Autos fuhren aus ihren Boxen und ich schnappte meine neu gekaufte Spiegelreflexkamera aus der Tasche und knipste was das Zeug hält. Ferrari und Red Bull Racing waren klar vorne. Auch der zweite Tag ging einmal zu Ende. Wie auch einige andere Formel 1 Fans die Idee hatten, ging es abends zum  Abkühlen ins Aquadrom in Hockenheim  --> nur zu empfehlen! AB

oche 10|Statt in Australien findet der Saisonauftakt nächste Woche in Bahrain statt - nicht zur Freude der Beteiligten und Fans. !NS!DE-RAC!NG-Redakteur Michael Zeitler erklärt, was der Vorteil ist.  



Kommentar: F1: Saisonauftakt in Bahrain - Der Vorteil


von Michael Zeitler






Statt in Australien findet der Saisonauftakt nächste Woche in Bahrain statt - nicht zur Freude der Beteiligten und Fans. !NS!DE-RAC!NG-Redakteur Michael Zeitler erklärt, was der Vorteil ist.


| Manama (!NS!DE-RAC!NG) - Durch den neuerlichen kräftigen Wintereinbruch fehlt das Feeling, aber in einer Woche ist zumindest für die Formel-1 der Winter beendet: Dann heißt es von der Schnee- in die Sandwüste, denn in Bahrain steigt bei 30 Grad und mehr der Saisonauftakt zur F1-Weltmeisterschaft 2010. Über den Winter gab es viele Themen, deshalb wurde es nicht langweilig, trotzdem freut sich nun jeder in der F1-Szene, dass sich die Räder endlich auch wieder gegeneinander drehen, nicht nur zu Testzwecken. Alle wollen wissen, wer jetzt wirklich wo steht, denn durch die größeren Tanks sind die Testzeiten noch unintepretierbarer, als sie es schon in den Wintern zuvor waren. Jeder will wissen: Ist Ferrari wirklich nicht zu schlagen? Wie schlägt sich Michael Schumacher? Wer ist das beste neue Team? Und so weiter und so fort.


Anders als in den letzten Jahren gewohnt, findet der Auftakt aber nicht mehr im australischen Melbourne statt, sondern in Bahrain. Der Standortwechsel hat Kritiken hervorgerufen. Bahrain biete einfach nicht das richtige Flair für den Saisonauftakt. Ganz anders Melbourne: Die Metropole stimmt die Fans gekonnt auf die Saison ein, die Wüstenumgebung von Manama bringt eine gewisse Leere mit sich. Genauso, wie das Saisonfinale in Abu Dhabi 2009 nicht das Flair hatte, wie Finalläufe im Hexenkessel von Interlagos in Brasilien, wo eine Atmosphäre wie in einem gigantischen Fußballstadion herrschte. Und mal Hand aufs Herz: Irgendwie hatte es was, für den Saisonauftakt in Melbourne um fünf Uhr morgens die Glotze einzuschalten!


Aber Schluss mit der Kritik. Tatsächlich gibt es auch nicht nur für Langschläfer Vorteile des Standortwechsels. Die Strecke in Melbourne weist nämlich eine besondere Charakteristik auf, die das Kräfteverhältnis nicht selten verwaschen hat. Soll heißen: Wer wirklich wie schnell war, das wusste man oft auch nach dem Australien GP nicht. In Bahrain wird das anders sein: Die Temperaturen werden erwartungsgemäß hoch sein, das Kräfteverhältnis damit normal – zumal die Strecke auch eine nach dem Schema ff ist. Nach dem Bahrain GP wird der GP-Zirkus auch wirklich erste Fakten auf der Hand haben, wer wo steht – und das ist vor allem nach einem solchen Winter wichtig. Ein Winter, der ins Wasser fiel, denn die meisten Testergebnisse wurden nicht nur vom großen Tank verwaschen, sondern auch vom Regen.


Melbourne oder Manama – das ist jetzt egal. Hauptsache in sieben Tagen geht es endlich wieder richtig zur Sache!