Eine Reise in den Süden - My Formula One Alive Story (2)
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Dienstag, 17. August 2010 um 11:29

Eine Reise in den Süden - My Formula One Alive Story (2)

von Aileen Balser

Eine Reporterin mischt sich unter die Fans. Mein zweiter Teil meiner "Mission" beim F1 Grand Prix am Hockenheimring. 4 Tage habe ich es gewagt zu campen, am Pitwalk teilzunehmen und alles zu tun was andere Fans so treiben... .

Fahrerparade - So langsam geht es los| Hockenheim (!NS!DE-RAC!NG) - Ich, die !R-Reporterin, Aileen Balser habe mir zur Aufgabe gemacht für !R das volle Fanprogramm zu erleben. In Folge lest ihr das Protokoll meiner Ereignisse und Erlebnisse vom Formel 1 Wochenende in Hockenheim.

Samstag: Aufgewacht an der gleichen Stelle wie gestern. Fertig gemacht und erstmal ab zur Rennstrecke. Es war schon etwas voller als die letzten 2 tage.Einen vernünftigen Parkplatz gesucht und gefunden und erstmal noch eine Runde geschlafen. Das dritte Training hab ich mir gespart. Gegen 12.30 Uhr machte ich mich so langsam auf den Weg Richtung Hockenheimring, erstmal zum F1 Village, da wo die ganzen Merchandise Stände sind, brauche ja ein anständiges Outfit! Mich zog es zu Red Bull/Toro Rosso, nicht zwingend wegen Vettel, die Klamotten haben einfach mehr Style. Nach dem kleinen Einkauf, wirklich nur ein kleiner Einkauf, ein Tanktop in dunkel blau und vorne mit den Bullen auf der Brust für 30 Euro. Das ist okay. Weiter geht’s auf zur Nordkurve. Diesmal musste man sich schon ein bisschen durch kämpfen, die Leute liefen einfach zu langsam. Was ich am meisten hasse ist, wenn du auf deinen Sitzplatz möchtest und die Leute machen einfach keinen Platz um dich vorbeizulassen... wie manchmal im Kino. Die Quali begann, Stöpsel rein und Kamera raus. Der erste Schock, ein Force India rast nach der letzten Kurve in die Mauer, rote Flagge, Abbruch. Es war Tonio Liuzzi, auch wenn er ohne Hilfe aussteigen konnte, fuhr er mit den Sanitätern ins Medical Center. Als sein Wagen abgeschleppt wurde und der Streckentrakt wieder sauber war, konnte es weitergehen. Die 2.Runde begann, bangen in den letzten Sekunden um Michael Schumacher, schafft er es unter die letzten 10 oder nicht?! Nein. Vorbei. Ich glaube Nico Hülkenberg war es, der sich in den letzten Sekunden der 2.Session in die Top 10 fuhr. Somit flog Schumi auf Platz 11 raus. Ich glaube viele Menschen haben an diesem Wochenende mehr von ihm erhofft.. Die letzte Session des Tages, es gab ja noch mindestens eine Hoffnung einen deutschen auf der Pole zu sehen, Sebastian Vettel bei seinem Heimspiel in Hockenheim. Am Schluss wurde es wieder spannend, bleibt rot vorne oder nicht. Nein, mit 0,002 Sekunden entschieden über den ersten und zweiten Startplatz! Vettel knackt Alonso's Bestzeit. Auch sichtlich auf den Tribünen zu sehen viel blau und wenig rot. Hier regiert Red Bull. Zur Abwechslung des Tages ging es am Abend nach Mannheim.

Da läuft mir doch der Coulthard über den weg...

Es geht los
Sonntag:
Sonntagmorgen 7.00 Uhr, es klingelt mein Wecker, die Nacht war kalt, ich habe das erste mal an diesem Wochenende so richtig gefroren. Mit dem Bus raus aus dem Busch im nahe gelegten Industriegebiet. Die Polizei hatte bereits die Straßen und Autobahnausfahrt belagert, viele Fans so früh schon an der Strecke. „Was wollen die denn so früh hier?“, dachte ich mir. Ich hab mir einen guten Parkplatz geschnappt, ein WC aufgesucht und bis ca. 11.00 Uhr weitergeschlafen. Heute war der Tag auf den ich mich schon so lange gefreut hatte, nein nicht weil ich heute wieder abreise, sondern weil heute das Rennen stattfindet. Das Wetter ist super, die Sonne knallt. Ganz viele Massen wandern Richtung Strecke. Sehr Multi Kulti auf dem Parkplatz, Briten, Polen, Spanier, sogar Fans aus Schweden campieren auf dem Nachbargelände. Jede Menge los und alle mit guter Laune unterwegs. Nicht zu vergessen, viele Händler an den Straßenrändern. Auf dem Weg zur Strecke läuft mir zufällig David Coulthard über den Weg, ganz schick im rosa Poloshirt und grauen Bart, umgeben von Leuten. Meinen Sitzplatz habe ich eingenommen, als Nicolas Armindo gerade seinen 1.Platz im Porsche Supercup auf dem Treppchen feiert. 12.30 Uhr, die Fahrerparade beginnt, es herrscht ein tröten, feiern und winken auf den Tribünen, die Fahrer haben Spaß und zwischendurch wird interviewt. Zeitgleich zu dem zeigen Freestylebiker ihre besten Tricks auf der Rennstrecke. Danach kommt die Nationalhymne, alles stehen auf und teilweise wird mitgesungen. Die Autos fahren aus der Box, Mechaniker und Ingenieure sind auf dem Weg zu den Startplätzen. Die Grid Girls sind bereits auf ihren Plätzen und schwupps füllt es sich dort. 14.00 Uhr der Start, alle stehen auf, ich muss es auch, sonst hätte ich nichts gesehen, das ging die ersten Runden so. Kurz nach dem Start, Alonso und Massa überholen Vettel. Desweiteren im Rennen, nichts aufgregendes. Als Alonso Felipe Massa überholt, das war einfach zu auffällig, gefuschter Sieg. Die Punkte hätten Ferrari abgezogen werden müssen. Über die Geldstrafe lachen sie nur. Trotzdem Freude auf dem Hockenheimring, Vettel festigt sich Platz 3.

Mein Fazit: Sowas einmal hautnah mitzuerleben war ein besonderes Erlebnis, sollte man mal einmal miterlebt haben. Das Drumherum war cool, die Shuttlefahrt und der Pitwalk waren im Wochenendticket enthalten. Das Rennen war okay, hätte gern noch mehr spannendes passieren können, zum Beispiel mehr Überholmanöver. Trotzdem Daumen hoch! AB

 

Erster Teil:

Eine Reise in den Süden - My Formula One Alive Story (1)

oche 10|Statt in Australien findet der Saisonauftakt nächste Woche in Bahrain statt - nicht zur Freude der Beteiligten und Fans. !NS!DE-RAC!NG-Redakteur Michael Zeitler erklärt, was der Vorteil ist.  



Kommentar: F1: Saisonauftakt in Bahrain - Der Vorteil


von Michael Zeitler






Statt in Australien findet der Saisonauftakt nächste Woche in Bahrain statt - nicht zur Freude der Beteiligten und Fans. !NS!DE-RAC!NG-Redakteur Michael Zeitler erklärt, was der Vorteil ist.


| Manama (!NS!DE-RAC!NG) - Durch den neuerlichen kräftigen Wintereinbruch fehlt das Feeling, aber in einer Woche ist zumindest für die Formel-1 der Winter beendet: Dann heißt es von der Schnee- in die Sandwüste, denn in Bahrain steigt bei 30 Grad und mehr der Saisonauftakt zur F1-Weltmeisterschaft 2010. Über den Winter gab es viele Themen, deshalb wurde es nicht langweilig, trotzdem freut sich nun jeder in der F1-Szene, dass sich die Räder endlich auch wieder gegeneinander drehen, nicht nur zu Testzwecken. Alle wollen wissen, wer jetzt wirklich wo steht, denn durch die größeren Tanks sind die Testzeiten noch unintepretierbarer, als sie es schon in den Wintern zuvor waren. Jeder will wissen: Ist Ferrari wirklich nicht zu schlagen? Wie schlägt sich Michael Schumacher? Wer ist das beste neue Team? Und so weiter und so fort.


Anders als in den letzten Jahren gewohnt, findet der Auftakt aber nicht mehr im australischen Melbourne statt, sondern in Bahrain. Der Standortwechsel hat Kritiken hervorgerufen. Bahrain biete einfach nicht das richtige Flair für den Saisonauftakt. Ganz anders Melbourne: Die Metropole stimmt die Fans gekonnt auf die Saison ein, die Wüstenumgebung von Manama bringt eine gewisse Leere mit sich. Genauso, wie das Saisonfinale in Abu Dhabi 2009 nicht das Flair hatte, wie Finalläufe im Hexenkessel von Interlagos in Brasilien, wo eine Atmosphäre wie in einem gigantischen Fußballstadion herrschte. Und mal Hand aufs Herz: Irgendwie hatte es was, für den Saisonauftakt in Melbourne um fünf Uhr morgens die Glotze einzuschalten!


Aber Schluss mit der Kritik. Tatsächlich gibt es auch nicht nur für Langschläfer Vorteile des Standortwechsels. Die Strecke in Melbourne weist nämlich eine besondere Charakteristik auf, die das Kräfteverhältnis nicht selten verwaschen hat. Soll heißen: Wer wirklich wie schnell war, das wusste man oft auch nach dem Australien GP nicht. In Bahrain wird das anders sein: Die Temperaturen werden erwartungsgemäß hoch sein, das Kräfteverhältnis damit normal – zumal die Strecke auch eine nach dem Schema ff ist. Nach dem Bahrain GP wird der GP-Zirkus auch wirklich erste Fakten auf der Hand haben, wer wo steht – und das ist vor allem nach einem solchen Winter wichtig. Ein Winter, der ins Wasser fiel, denn die meisten Testergebnisse wurden nicht nur vom großen Tank verwaschen, sondern auch vom Regen.


Melbourne oder Manama – das ist jetzt egal. Hauptsache in sieben Tagen geht es endlich wieder richtig zur Sache!