WSbR: Teamchef, die zweite Generation auch in der WSbR
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Sonntag, 25. Dezember 2011 um 13:02

WSbR: Teamchef, die zweite Generation auch in der WSbR

von Michael Zeitler

Nicht nur in der Formel-1 gibt es eine Verjüngung der Teamchefs.

| Barcelona (!NS!DE-RAC!NG) - In der Formel-1 erleben wir derzeit einen Generationenwechsel unter den Teamchefs. Vor allem britische Journalisten sehen darin auch einen Grund für die aktuellen Probleme der Teamvereinigung FOTA: Die Gründer der Vereinigung 2009 sind aktuell kaum noch in ihrer Funktion tätig. Bei McLaren hat Martin Whitmarsh das Ruder von Ron Dennis übernommen, der davor rund 30 Jahre die Geschicke des Teams leitete. Dennis ist noch einer der Strippenzieher im Hintergrund, kümmert sich nun aber eher um die Sportwagenmarke McLaren. Ferrari ersetzte Jean Todt, den jetzigen FIA-Präsidenten, mit Stefano Domenicali. Eric Boullier hat den Teamchefposten von Lotus (Ex-Renault) von Rebell Flavio Briatore übernommen. Bei Williams übernimmt längst Adam Parr das Tagesgeschäft, Frank Williams ist nach wie vor der mächtige Teamboss – aber im Hintergrund.

Doch die Verjüngung der Teamchefgeneration ist kein Phänomen, das sich aktuell nur in der Formel-1 zeigt. Gerade in der Formel-World-Series-by-Renault gibt es zwei fast schon symbolische Beispiele: Das BVM-Target-Team wird neben Giuseppe Mazzotti und Roberto Venieri auch von Giovanni Minardi geleitet. Dessen Vater Giancarlo hatte von 1985 bis 2005 einen äußerst populären Rennstall in der Formel-1, die Mannschaft aus Faenza ist das Vorgängerteam des heutigen Toro-Rosso-Rennstalls. Giovanni tritt nun in die Fußstapfen seines Vaters. Erst managte er die Scuderia Playteam, die unter anderem in der Formel-Superleague aktiv war, jetzt also das BVM-Target-Team in der WSbR. Und bei Pons, dem spanischen Rennstall des ehemaligen Motorrad-Fahrers Sito Pons, leitet Emilio de Villota jr. die Geschicke des WSbR-Teams. Der Spanier ist der Sohn des ehemaligen F1-Fahrers Emilio de Villota. Beide führen zusammen auch einen eigenen Rennstall in der spanischen Formel-3 (European F3 Open).

Die neue Teamchefgeneration wird in der WSbR also sogar durch zwei F1-Sprösslinge symbolisiert. Beide schließen einen F1-Einstieg kategorisch nicht aus, schränken aber beide ein. Emilio de Villota sagte zu !NS!DE-RAC!NG auf die Frage, ob er gerne ein eigenes F1-Team hätte: „Das wäre sehr schön, aber es gibt bereits ein spanisches F1-Team und sie werden einen großartigen Job machen.“ Giovanni Minardi äußerte sich gegenüber !NS!DE-RAC!NG bereits im Juli 2010 zu diesem Thema – und zwar so: „Die Formel-1 ist für mich das Beste und es gibt viele Rollen, die ich bekleiden könnte: Teamchef, Sportdirektor, Teammanager. Ich habe die Erfahrung, viele verschiedene Rollen innerhalb eines F1-Teams zu erledigen. Nach der wundervollen Erfahrung meines Vaters werde ich nicht als Minardi in die Formel-1 zurückkehren, aber sicherlich wäre mein Traum mindestens ein Team zu managen. Sag niemals nie.“