| Serie: Formel 1 - Historie des Kanada GP: Teil 3 |
| Geschrieben von: Michael Zeitler | |||
| Sonntag, 26. Oktober 2008 um 22:51 | |||
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Serie: F1: Historie des Kanada GP (3) von Michael Zeitler
Der 3. Teil über die Historie des Kanada GP geht über den tödlichen Unfall von Riccardo Paletti in Kanada, sowie über weitere Kuriositäten bei dem GP-Event.
Die Katastrophe 1982 Das Rennen rückte natürlich in den Hintergrund und wurde auch erst mit Verspätung gestartet. Trotzdem passierte etwas Historisches: Nelson Piquet sorgte im Brabham BMW für den ersten Sieg eines BMW-Motors in der Formel-1. Der Kanada GP 1983 war fast ein bisschen langweilig: Ferrari-Pilot René Arnoux dominierte das Rennen von Pole weg und gewann mit einem Vorsprung von 45 Sekunden! Riccardo Patrese war auf dem Weg zu Platz 2, als ihn ein Getriebeschaden zurückwarf. Eddie Cheever im Renault wurde vor Arnouxs Teamkollegen Patrick Tambay 2. 1984 war das Rennen recht ereignislos: Piquet siegte im Brabham BMW ungefährdet. Niki Lauda schon sich noch an seinem McLaren-Porsche-Teamkollegen Alain Prost auf Platz 2 vorbei. 1985 war nur deshalb spektakulär, weil nach einer Doppel-Pole für die Lotus-Renault-Fahrer Elio de Angelis und Ayrton Senna im Rennen ein Ferrari-Doppelsieg mit Michele Alboreto und Stefan Johansson wurde. Senna hatte Probleme mit seinem Turbo, De Angelis mit dem Getriebe. Im Warm-Up zum Kanada GP 1986 gab es wieder einen schweren Unfall: Patrick Tambay verletzte sich bei dem Crash mit dem Lola Ford des Haas-Teams am Fuß. Der Unfall wurde durch einen Getriebeschaden ausgelöst, am Rennen konnte Tambay natürlich nicht mehr teilnehmen. Dieses gewann Nigel Mansell. Der Williams-Honda-Pilot fuhr auch von Pole Position los und verwies Alain Prost (McLaren Porsche) und Teamkollege Nelson Piquet auf die beiden folgenden Plätze. 1987 fiel der Kanada GP flach, weil sich die Sponsoren untereinander zerstritten. Schon 1988 kehrte der Kanada GP zurück in den F1-Kalender. Auch das Kanada-Wochenende wurde wie fast jedes Wochenende 1988 von McLaren Honda dominiert. Ayrton Senna fuhr auf Pole Position, Teamkollege Alain Prost übernahm nach dem Start kurzfristig die Führung. Am Ende gewann aber wieder Senna. Best of the rest war Thierry Boutsen im Benetton Ford auf Platz 3. Der Kanada GP 1989 war wieder ein Knüller: Weil es am Morgen regnete, starteten alle Fahrer mit Regenreifen. Nur Nigel Mansell (Ferrari) und Alessandro Nannini (Benetton Ford) bewiesen Mut und gingen nach der Einführungsrunde an die Box um sich Trockenreifen aufzuziehen. Doch Mansell und Nannini passierte ein folgenschwerer Fehler: Beide fuhren aus der Box, noch bevor das Rennen gestartet war. Beide wurden natürlich mit der schwarzen Flagge aus dem Rennen geholt. Bis dahin lagen sie an der Spitze des Feldes. Das Rennen war ein Lotteriespiel von Trocken- und Regenreifen. Ayrton Senna schien das am besten im Griff zu haben. Doch der sein Honda-Motor im McLaren machte die Strapazen der Renndistanz nicht mit und gab wenige Runden vor Rennende auf. Der Sieg fiel so Boutsen in die Hände, der im Williams Renault seinen ersten F1-Sieg überhaupt feierte! Teamkollege Riccardo Patrese rundete das starke Ergebnis ab, dahinter fuhr völlig überraschend Andrea de Cesaris auf Platz 3 – in einem von der Scuderia Italia eingesetzten Dallara Ford. 1990 gab es zahlreiche Überholmanöver und Positionskämpfe von Platz 2 abwärts. Nur Platz 1 war stets in der Hand von Ayrton Senna und seinem McLaren Honda. Mansell: To Finish first you have to finish first Unterhaltsam war auch das Rennen 1992. Dieses Mal war der Sieg aber weit umkämpfter. Der klare Favorit war Nigel Mansell, der zuvor 5 der letzten 6 Rennen gewann und am Start auch direkt hinter Qualifying-König Ayrton Senna fuhr. Nach ein paar Runden versuchte Mansell mit seinem Williams Renault den McLaren Honda von Senna zu überholen, machte dabei aber einen Fehler und fiel weit zurück. Für den Rest des Rennens machte der stinksaure Mansell nichts mehr aus. Für Senna war das aber noch lange nicht der Sieg: Nach 37 Runden stellte er seinen Dienstwagen mit Elektrikproblemen ab. Teamkollege Gerhard Berger führt nun das Rennen an, nachdem er sich ein Duell mit Mansells Stallgefährten Riccardo Patrese lieferte. Patrese fiel später ebenfalls aus – er wegen Getriebeschadens. Michael Schumacher wurde so im Benetton Ford 2., Jean Alesi fuhr mit seinem Ferrari als 3. über die Ziellinie. Die Geschichte des 1993er Rennens ist rasch erzählt: Williams Renault war das schnellste Auto weit und breit und obwohl er am Start die Führung übernahm, konnte Damon Hill das nicht umsetzen. Er fiel hinter Ayrton Senna, der wie auch im legendären Regenrennen in Donington 1993 in der ersten Phase einige Autos überholte, und Michael Schumacher zurück. Während Schumacher im Benetton Ford hinter Hills Teamkollegen Alain Prost 2. wurde, fiel Senna noch aus. Auch um die Geschehnisse des Kanada GP 1994 zusammenzutragen braucht es keine Minute: Michael Schumacher feierte einen Sieg von Start bis Ziel, dahinter kamen Damon Hill und Jean Alesi ins Ziel. Die Reihenfolge war schon früh im Rennen fest zementiert, daran änderte auch der leichte Regen nichts mehr, der in Runde 40 aufkam. MZ
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