Serie: Australischer Glanz alter Tage: Die Tasman-Serie: 1. Prolog
Geschrieben von: Michael Zeitler   
Samstag, 15. Oktober 2011 um 13:07

Serie: Australischer Glanz alter Tage: Die Tasman-Serie: 1. Prolog

 von Michael Zeitler

Australien hat derzeit zwei F1-Fahrer, aber an die ganz goldenen Jahre kommt man nicht mehr heran.

| Silverstone (!NS!DE-RAC!NG) - Letztes Jahr fuhr Mark Webber um die Weltmeisterschaft, inzwischen kam mit Daniel Ricciardo ein weiterer Australier in die Formel-1. Doch der Glanz alter Tage ist vorbei. Über viele Jahre hinweg war die australische Rennszene – und mit eingeschlossen die neuseeländische – eine enorm wichtige. Großartige Fahrer wie Jack Brabham oder Denny Hulme, die Weltmeister wurden, kamen ebenso aus Australien und Neuseeland wie die herausragenden GP-Persönlichkeiten wie Bruce McLaren oder Chris Amon. Die Zeugnisse jener prachtvollen Tage gibt es noch heute: Das McLaren-Team wurde von Bruce McLaren aus dem Boden gestampft, ist aber inzwischen ein britisches Rennteam. Auch der Brabham-Rennstall begeisterte über Jahre: Jack Brabham wurde der einzige, der mit seinem eigenen Team und Fahrzeug Weltmeister wurde, später stellte Brabham zusammen mit BMW 1983 den ersten Turbo-Weltmeister (Nelson Piquet) und Brabham war auch jenes Team, in dem Bernie Ecclestone groß und zum mächtigsten Mann der Formel-1 wurde.

Die australische Rennszene war bei den Europäern beliebt. Wenn in Europa Frost und Schnee Einzug halten, also es Winter wird, fangen in Australien und Neuseeland die Bäume an zu blühen. Der Sommer beginnt. Die australischen Formel-Rennserien fanden deshalb großen Zuspruch bei den europäischen Fahrern, die sich über den Winter fitt halten wollten. Die australische und neuseeländische Tasmanien-Rennserie wurde deshalb auch in Europa eine der populärsten Rennserie, an der sich Fahrer, Teams und Autos aus Europa beteiligten.