!N eigener Sache: Es ist nichts mehr so, wie es einmal war
Geschrieben von: Roland Schäfges   
Samstag, 31. Juli 2010 um 20:36

!N eigener Sache: Es ist nichts mehr so, wie es einmal war

von Roland Schäfges

Nachklang einer schrecklichen Nacht. Roland Schäfges wird beklaut. Sein Bericht....

| Spa-Francorchamps (!NS!DE-RAC!NG) - Es ist kalt, dunkel und düster. Ich befinde mich in Spa. Einem Ort, welchen ich zukünftig nicht mehr nur mit dem Tod von Stefan Bellof verbinde, sondern auch mit dem Verlust etwas mir sehr wertvollen. Einige werden es jetzt gegebenenfalls nicht verstehen, aber ein Journalist verbindet meist eine starke Bindung zu Daten, Unterlagen und Vergangenem.

In der Nacht zum heutigen Samstag wurde mir mein Handy, ein NOKIA N95 Black Edition, aus der Herrentoilette unterhalb der Tribüne an der ehemaligen Start und Ziel Geraden gestohlen. Ich habe es dort zum Laden an die Steckdose angeschlossen. Ich selbst befand mich in unmittelbarer Nähe zu diesem WC Raum. Ich habe mich maximal 10 – 20m davon entfernt aufgehalten und habe gegebenenfalls 3 – 4 min kein Auge drauf geworfen, da ich in ein Gespräch verwickelt wurde.

Ich weiß, es ist meine eigene Schuld. Aber gerade das, macht mich derzeit ziemlich fertig. Die Nacht, welche ich campierend verbracht habe, war milde gesagt, der Horror. Ich machte mir Vorwürfe, konnte kaum schlafen und hatte teilweise unkontrollierbare wie unangenehme körperliche wie seelische Schocksymptome.

Über 800 teils unwiederbringliche Telefonnummern von weiblichen Bekannten, Geschäftsfreunden, Kumpels und vor allem von Sportlern, deren Nummer meist geheim und vertraulich sind, sind nun verloren. Alle Tonbandinterviews aus zwei Jahren !NS!DE- RAC!NG sowie ein paar Tausend Fotografien sind ebenfalls für immer vernichtet.  Jedenfalls alle, welche nach Weihnachten 2009 erstellt wurden sind.  

Es wird ein Horror. Alle Daten bzw. Nummer wieder zusammensuchen. Ein neues Handy finden, welches die noch gespeicherten N95 Daten verarbeiten kann. Ebenso kann ich nicht mehr richtig Arbeiten.

 


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Ich habe keinen Wecker mehr, kein Tonbandgerät, keine Mobile Kommunikation. Meine Arbeit wird auch hier in Spa sehr eingeschränkt.

So musste ich gestern über 60 min auf die Ankunft eines Kollegen warten. Was hätte ich gemacht, sofern es mich nicht gefunden hätte? Heute morgen ein ähnliches Spiel.  Er wollte die Akkreditierungen abholen… Ich sollte mich noch ein wenig erholen, Frühstücken und mich fertig machen.  Über 100 min musste ich auf ihn warten. Der Grund? Er konnte mir nicht mitteilen, dass er wegen der Verkehrssituation, der Akkreditierung usw. eben diese Zeit benötigt. Ich musste ungeduldig warten.

Zum Glück habe ich ein Gerätepasswort drin. Heißt, der Täter wird mit dem Gerät gegebenenfalls wenig anfangen können.

Ich bitte alle Freunde, Rennfahrer- wie Pressekollegen usw. mit welchen ich in Vergangenheit zusammengearbeitet habe beziehungsweise privaten oder beruflichen Kontakt habe oder hatte mir eine formlose E-Mail mit Handynummer sowie ggf. Fax, Festnetz und/oder Büronummer an Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können. zu senden.

Roland Schäfges