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Geschrieben von: Michael Zeitler
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Montag, 19. Dezember 2011 um 19:39 |
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Immer wieder gibt es Fahrer, die nicht für ein Team fahren, aber dennoch ein volles Jahresgehalt kassieren. Â
F1: Nicht gefahren, aber volles Gehalt kassiert
von Michael Zeitler
Immer wieder gibt es Fahrer, die nicht für ein Team fahren, aber dennoch ein volles Jahresgehalt kassieren.
| Enstone (!NS!DE-RAC!NG) - Inzwischen haben sich die Befürchtungen bestätigt: Robert Kubica wird auch 2012 keine F1-Rennen bestreiten können. Für den Polen ändert sich im Vergleich zu 2011 trotzdem etwas grundlegendes: Das Renault-Team musste Kubica 2011 noch das volle Gehalt zahlen. Die Rede ist von sechs bis acht Millionen Euro. Dabei ist Kubica kein Einzelfall. Kimi Räikkönen, der 2012 für das Team aus Enstone fahren wird (nun als Lotus-Team), bekam 2010 sein volles Gehalt von Ferrari ausbezahlt. Der Finne erwies sich bei Ferrari nicht als Platzhirsch, konnte das Team nicht um sich herum aufbauen und um sich scharen. Der Clan seines Teamkollegen Felipe Massa war damals noch stärker, immerhin wird der Brasilianer von Nicolas Todt gemanagt und dessen Vater Jean (heute FIA-Präsident) war bis einschließlich 2007 Ferrari-Rennleiter. Ferrari wollte deshalb für 2010 bereits die Dienste von Fernando Alonso. Dank der spanischen Bank Santander, die neuer Sponsor von Ferrari wurde, konnte man Räikkönen vorzeitig aus dem Vertrag befreien. Dadurch konnte Räikkönen in der Rallye-WM fahren – mit seinem normalen F1-Gehalt, das er bei Ferrari verdient hätte. Auch das waren ein paar Millionen Euro. Ferrari war dieser Schritt aber wert, genauso wie die Entlassung von René Arnoux in den 80er Jahren – auch hier bezahlte man noch ein weiteres Jahr dessen Gehalt, ohne auf die Dienste des Franzosen zurückzugreifen. Bei Arnoux handelte es sich offenbar um eine Disziplinarstrafe, angeblich hatte er ein Verhältnis mit einer Dame aus dem Ferrari-Haus. Frank Williams, der eigentlich nicht dafür bekannt ist, zu viel Geld für die Fahrer in die Hand zu nehmen, zahlte 1994 ebenfalls ein paar Millionen an Alain Prost, obschon der nicht mehr zu seiner Titelverteidigung antrat. Er wollte nicht neben Ayrton Senna fahren und ließ sich das offenbar sogar in den Vertrag schreiben. Williams holte Senna doch, Prost ging weg von Williams. Durch die finanzielle und vertraglich Bindung konnte Prost ein Angebot von McLaren nicht annehmen.
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